Foto von Dr. Irene Lena Poczka

Arbeitsschwerpunkte

  • Gesundheitspolitik und Public Health seit dem 19 Jahrhundert
  • Medizinische Zeitgeschichte und Diskursgeschichte der Medizin
    • Infektionskrankheiten und Epidemien
    • HPV/Gebärmutterhalskrebs
    • Antibiotikaresistenz
    • Ökonomisierung
  • Michel Foucaults Diskurstheorie und -analyse in der Politikwissenschaft
  • Antisemitismus in der Sowjetunion und DDR
  • Krise der Reproduktion im Kapitalismus
  • Materialistischer Feminismus

Selbstbeschreibung

Die Politikwissenschaft fragt eher selten nach der Geschichte ihres Gegenstands. Sie fragt fast nie nach der historischen Herkunft von Politikfeldern oder gar den Rationalitäten, die zur Absicherung politischer Praxis herangezogen werden. Bereits während meines Studiums am Otto-Suhr-Institut/FU Berlin begann mich genau diese Geschichte zu interessieren. Die Historisierung von Gesundheitspolitik ist seit meiner Promotion zu einem wichtigen Arbeitsschwerpunkte für mich geworden. Wenn wir das “geworden-sein” des Gegenwärtigen verstehen, lässt sich daraus Kraft für die Gestaltung der Verhältnisse heute und in Zukunft schöpfen. Seit meiner Schulzeit habe ich mich in verschiedenen Jugendverbänden und politischen Gruppen organisiert. Themenschwerpunkte waren hier Herrschaftskritik, Feminismus, Rassismus, Kapitalismus und Nationalismus. Seit 2016 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 923 “Bedrohte Ordnungen” in Tübingen. Mein Lebensmittelpunkt ist aber bei meiner Familie in Berlin.

Expertise

Für Workshops, Vorträge etc. zu diesen Themen kann ich angefragt werden:

  • Geschichte von Infektionskrankheiten
  • Antibiotikaresistenz – medizinischer Diskurs, Kommunikation und Praxis
  • Gebärmutterhalskrebs aus historischer und feministischer Perspektive
  • Zeitgeschichte der Gesundheitspolitik in Deutschland
  • Selbstpraxis, Selbstoptimierung und Diskurse um gute Lebensweise
  • Herrschaftskritik
  • Materialistischer Feminismus

Output (Auswahl)

2020 – Poczka, Irene: Volksgesundheitspopulismus – Das nun in Kraft tretende Maserngesetz als politisches Sittenbild. 29.02.2020, Mikroskop, Neues Deutschland

2019 – “Vortrag: „Gesundheit als Metapher für eine ‚gelungene‘
Selbstpraxis“. Von der “Regierung des Selbst” zur Gesundheitspolitik. Ringvorlesung „Gesundheit als Metapher“ Universität Luxemburg.

2019 – Präsentation im Zukunftslabor Altona: Antibiotikaresistenz, Hamburger Menetekel – Futurologischer Kongress, Deutschen SchauSpielHauses, Hamburg, 24.-26. Mai.

2018 – Vortrag: „Diskursive Strategien für ein Post-Antibiotisches Zeitalter? Die Neuverhandlung von Wissen, Identität und Handlungsmacht im Angesicht der Bedrohung“ Workshop „Processing Threat“ – SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“,Tübingen, 28.10.18.

2017 – Vortrag: Gesünder ohne Zwang? Strategien liberaler Regierung von Gesundheit in der Moderne. Ringvorlesung des Historischen Seminars: Freiwilligkeit als politisches Prinzip, Universität Erfurt, 15.06.2017.

2017 – Vortrag: „Die Kontingenz des Wissens in Zeiten der Bedrohung. Strategien im Umgang mit Antibiotikaresistenz seit Mitte der 1990er Jahre. Historisches Kolloquium TU Braunschweig, 3. Mai 2017.

2016 – Vortrag: “Hegemonialisierung von Bedrohungsdiagnosen am Beispiel Antibiotikaresistenz. Zwei Fallbeispiele aus den 1950er und 1990er Jahren”, Konferenz „Bedroht sein. Gesellschaften unter Stress im Vergleich.” SFB 923 “Bedrohte Ordnungen” Tübingen, 28. – 30. Sept. 2016 .

2016 – Vortrag: “Modern Anxieties of Antimicrobial Resistance”, Workshop “Fears and Anxieties in the 21st Century – 3rd Global Meeting, Oxford, 19-22.09.2016.

Die Regierung der Gesundheit: Fragmente einer Genealogie liberaler Gouvernementalität. 2017, transcript. (hier open access!)

Stalin hat uns das Herz gebrochen: Antisemitismus in der DDR und die Verfolgung jüdischer Kommunist*innen. 2017, edition assemblage

2011 – Filmreihe Roter Faden: http://herrschaftskritik.org/?page=DerRoteFaden

Kontaktdaten

irene.poczka[at]uni-tuebingen.de